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Archiv der Kategorie Business
Samuel Moore Walton (Sam Walton)
22.4.2008 by admin.
Geboren am 29. März 1918 in der Nähe von Kingfisher (Oklahoma ), war Samuel Moore Walton (Sam Walton) der erste Sohn des Farmers Thomas Gibson Walton und dessen Frau Nancy Lee. 1923 zog die Familie von Oklahoma in den Bundesstaat Missouri, wo sie oft den Wohnort wechselten. Sam Walton wuchs in eher ärmlichen Verhältnissen während der Depression auf, als ältester Sohn musste er seine Eltern und den kleinen Bruder nach Möglichkeit unterstützen. Dennoch war Waltons Schulzeit äußerst erfolgreich
- in der achten Klasse wurde Sam Walton der jüngste Eagle Scout in der Geschichte des Staates Missouri. Eagle Scout ist der höchste Rang, den ein amerikanischer Pfadfinder erreichen kann
- 1935 in Columbia gewann Walton mit dem Footballteam der David H. Hickman High School die Meisterschaft des Staates Missouri. Er war 1. Quarterback, obwohl nur um die 1,60 Meter groß.
- Gleichzeitig war er bis zu seinem Abschluss Präsident der Schülerschaft
- Seine schulischen Leistungen waren hervorragend, Sam Walton wurde als „honors student“ ausgezeichnet
Nach der High-School zog es Samuel Walton auf das College. Er besuchte die University of Missouri wo er Wirtschaft im Hauptfach studierte und abschloss, gleichzeitig diente er in der Reserve. Desweiteren war er Mitglied in diversen Studentenverbindungen und Organisationen. Nach seinem Abschluss wurde er Trainee bei JCPenney in Des Moines Iowa. 1942 kündigte er, da er zum Kriegsdienst herangezogen wurde. Währenddessen lernte Sam Walton im April 1942 seine spätere Frau Helen Robson kennen, die er 1943 heiratete. In seiner Zeit beim Militär brachte er es in den Rang eines Captains.
1945, direkt nach dem Ende seines Kriegsdiensts, eröffnete Walton seinen ersten Kaufmannsladen, mit einem Startkapital von 25 000$ und einem Franchise der Butler Brothers Kette begann die Geschichte der erfolgreichsten Supermarktkette der Welt. In diesem Laden führte Walton diverse Neuerungen ein
- Die Regale waren konstant mit einer großen Auswahl billiger Produkte ausgestattet
- Sein Laden hatte längere Öffnungszeiten, speziell im Weihnachtsgeschäft
- Er konnte seine Preise drücken, indem er immer beim billigsten Großhändler einkaufte. Die gesparten Kosten gab er direkt an den Kunden weiter, so konnte er größere Mengen absetzen, was ihm beim nächsten Großhandelseinkauf günstigere Konditionen bescherte.
All diese Neuerungen machten sein Kaufhaus zum erfolgreichsten der Butlers Brothers Kette in einem Umkreis von sechs Staaten. Nachdem sein Vermieter den Mietvertrag für den Laden nicht verlängerte, eröffnete er 1954 seinen ersten “Walton’s Five and Dime” in Bentonville, Arkansas. Dort war er auch Vorsitzender der Handelskammer. Bis 1962 hatten Sam Walton und sein Bruder Bud 16 Kaufhäuser eröffnet. In ihren Läden führten sie ein neues Managementsystem ein. Die Geschäftsführer konnten sich mit jeweils 1000$ Dollar an ihrem jeweiligen Store beteiligen. Dies führte dazu, dass sie besonders motiviert waren, da der Erfolg des Ladens sich direkt auf ihr Gehalt auswirkte.
1962 eröffnete Sam Walton den ersten Wal-Mart in Rogers, Arkansas. Den ersten von heute über 8000 Wal-Marts, 4000 davon in den USA. Seit dem ersten Wal-Mart legte Sam Walton großen Wert darauf, dass sich die Filialen in die jeweiligen Gemeinden integrierten. Angefangen mit der Beschäftigung Einheimischer, über Stipendien, bis hin zu diversen sozialen Engagements, für die Wal-Mart heute insgesamt ca. 296 Millionen Dollar im Jahr ausgibt. Ganz nach Samuel Waltons Credo: “Each Wal-Mart store should reflect the values of its customers and support the vision they hold for their community.”
Nun noch einige Daten zum Leben und Vermächtnis von Samuel Walton:
- 1985 initiierte Samuel Walton ein Programm, das den Kommunismus in Zentralamerika eindämmen und Privatisierung und Kapitalismus fördern sollte
- Zwischen 1985 und 1988 galt er, laut Forbes Liste, als der reichste Mann der USA. Dies änderte sich erst 1989, als er sein Firmenimperium auf seine vier Kinder und seine Frau verteilte. Auch die Töchter seines Bruders Bud Walton sind geringfügig an dem Unternehmen beteiligt, was sie aber immer noch zu Milliardären macht.
- 1998 wurde Walton posthum in die Liste der 100 einflussreichsten Männer des 20. Jahrhunderts aufgenommen
- Im März 1992 erhielt Sam Walton die Presidential Medal of Freedom von Präsident George Bush, der persönlich mit seiner Gattin nach Bentonville, Arkansas reiste.
- Der 1991 ins Leben gerufene „Sam and Helen R. Walton Award“ zeichnet jährlich die kreativsten Bemühungen, kleine Gemeinden am christlichen Glauben teilhaben zu lassen aus. Generell sind die Waltons an der Förderung der Presbyterianischen Kirche interessiert.
- Am 5. April 1992 starb Samuel Moore Walton in Little Rock, Arkansas; begraben liegt er in Bentonville, Arkansas.
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Geschrieben in Business | 1 Kommentar »